…solltest du überlegen, ob die Alternative eine Alternative sein kann. Gott und du – ihr seid alternativlos.
Vielleicht kennst du gefühlt 1000 Gründe, nicht mehr zu glauben, nicht mehr eine christliche Gemeinde zu besuchen und vielleicht geht es dir vorübergehend tatsächlich auch besser. Es ist ja nicht alles nur schön und leicht.
Aber ist es nicht verrückt, dass Gott vielleicht gerade in solchen Situationen sagt: bleib dran – ob auf die eine oder eine andere Art! Schließlich gibt es schwierige Menschen überall. Und ob Gott das nicht gerade deshalb sagt, weil es für dein Leben und dein Glück keine sinnvolle Alternative gibt? Hast du schon mal überlegt, dass Gott uns Menschen zwar auch als seine Partner sieht, die eigenständig leben und entscheiden können und sollen, denn Liebe kann man nur aus freien Stücken erwidern und leben. Aber muss das heißen, eine womöglich kurzsichtige Entscheidung zu treffen, wenn es ein Weg ohne Gott ist oder ein Weg, den Gott nicht für uns vorgesehen hat?
Können wir frei entscheiden?
Das Thema „freie“ Entscheidung konzentriert sich eigentlich mehr oder weniger auf die Frage der Eigenständigkeit. Auch wenn sich verschiedene Wege zu recht oder nicht als sinnvoll erweisen können, so muss man doch aus biblischer Sicht sagen: für das Gute gibt es keine Alternative.
„Nur einer ist gut“, sagte Jesus. Und „es gibt nur einen Gott“, sagte der Schriftgelehrte zu Jesus. „Gott ist Liebe“, so beschrieb Johannes das einzigartige Wesen Gottes und Paulus schlussfolgert aus der Erfahrung seines Glaubens, dass uns nichts, aber auch gar nichts von dieser Liebe Gottes trennen kann und daher alles in unserem Leben zum Guten dient, wenn wir Gottes Liebe annehmen.
Auch wenn es hin und wieder zutreffend ist, dass Blumen mal umgetopft werden müssen, so ist doch der augenblicklich einfachere Weg häufig nicht der weiterführende. Und ohne volles Vertrauen auf Gottes Führung sollten wir sowieso keine schwerwiegenden Entscheidungen treffen. Denn….
Gott ist einzig(artig)
Hat Gott nicht diese Welt geschaffen – durch ihn und für ihn? Dann gibt es auch keine Alternative zu einem Leben mit Gott. Hinzu kommt: Das Glück unseres Glaubens und Lebens ist einzigartig, ein Unikat. Und von uns, dem einzigartigen Individuum in dieser Schöpfung Gottes, gibt es kein Duplikat. Warum sollten wir uns dann für ein Leben entscheiden, das nicht unser eigenes ist oder für einen Gott, der nicht unser Schöpfer ist? Wäre das nicht auch ein echter Grund, sich nicht für einen momentan leichteren Weg zu entscheiden, selbst wenn es ein wenig nach dem Weg eines Hiobs aussieht? Gerade dann sollten wir das Ende nicht ignorieren.
Nicht vergessen:
Nein, Gott hat keine Lust auf leidende Christen. Durch die Brille des Neuen Testaments gelesen läuft ein Leben mit Jesus auf das Fazit hinaus: „Mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.“
Und ebenso: ob du dein Leben bejahst oder nicht – es gibt nur diesen einen Weg für dich. Du bist du, und dein Weg ist dein Weg, den niemand anders gehen kann. Warum also nicht dann ein echtes tiefes Ja zu deinem Leben, deiner Situation und zu Gottes Führung und Zulassung in diesem Leben finden?
Sagte das nicht auch der Schriftgelehrte zu Jesus, wenn er bestätigte, dass wir Gott nicht mit halbem, sondern ganzem Herzen lieben sollen, mit ganzem Verstand und aller unserer Kraft? Oder kannst du wirklich aus deiner Haut raus?
Natürlich trifft für manche, die diese Zeilen lesen, genau das Gegenteil zu von dem, was sie vielleicht herausgelesen haben: sie müssen und sollten eine Entscheidung für eine (fälschlich genannte) Alternative treffen, weil ihre ausbleibende Entscheidung ja bereits eine Entscheidung und zwar möglicherweise eine falsche ist. Ein Nein oder Enthaltung können die vermeintliche Alternative sein, die tatsächlich nicht gut wäre. Entscheiden ist manchmal besser als Unentschlossenheit. Und vielleicht haben dir diese Zeilen gerade mit diesem Hinweis Mut zur längst fälligen Entscheidung gemacht. Oder braucht es für dich in diesem Moment die erneute Bestätigung des eingeschlagenen Wegs?
Ein neues Ja?
An einer schwierigen Weggabelung fragte Jesus seine Freunde, ob sie noch dabei bleiben wollten. Viele andere hatten Jesu Worte als Zumutung empfunden. Aber zum Glück entschieden sie aufgrund ihrer Erfahrung und Erkenntnis anders und erlebten wenig später die Richtigkeit ihrer Entscheidung – auch wenn sie nicht wussten, was auf sie wartet. Aber: Vertrauen ist der Blick nach vorne, schauen ist der Blick nach hinten.
„Vertrauen ist der Blick nach vorne, schauen ist der Blick nach hinten.“
Und du?
Wie empfindest du derzeit dein Leben? Als Last? Als ungerecht? Als leidvoll? Als einzige Resignation?
Nur gut, dass der Weg zu diesem Leben mit Jesus immer offen steht und es keinen Moment gibt, wo Jesus dich aus dem Auge lässt.
Was wäre, wenn dein Ja zur Alternativlosigkeit des Glaubens und der persönlichen, echten Nachfolge mit Jesus das einzigartige Resultat ergibt, dass mit Jesus Lasten leichter, Momente erträglicher, Hoffnung realistischer und Veränderungen möglich werden? Es kann zwar sein, dass du deine Hände nicht in den Schoß legen kannst, sondern dir einen Ruck geben musst, um aus deiner Situation zu lernen, um etwas Neues zu erkennen und dich vielleicht mit einigen Anstrengungen durch einen Sumpf von Unannehmlichkeiten hindurchkämpfen musst, aber mit Gott sind Ziele kein Vielleicht. Wer im Vertrauen auf ihn sich führen lassen und Schritte nicht ohne ihn tun will, dessen Ende ist weder unbestimmt, noch kann es schlecht ausgehen. Nach Gottes Schule kommt eine Frucht, die aller Mühe wert war.
Lass es noch ein wenig sacken, dass uns von Gott zwar alle Freiheiten zugestanden werden, auch unser Leben an die Wand zu fahren, aber zur Wahl des Guten es eben doch keine Alternative gibt.
Vertraue ihm, lass dich führen. Mit ihm kommst du an im Leben: bei dir, bei ihm, in dieser Welt und in der zukünftigen.



